Tagebuch eines verlassenen Ehemannes
Tagebuch eines verlassenen Ehemannes
Ich habe einen Freund….
Was er erlebt hat, kann man wohl die Durchquerung der Hölle nennen. Seine eigene ganz private Hölle. Und vollends durchschritten hat er sie noch nicht. So sehe ich das jedenfalls. Aber es scheint ein Licht am Horizont.
Ein Freund! Warum betone ich dieses Wort so sehr? Ganz einfach. Aus seiner Sicht und seinen Schilderungen haben sich viele seiner sogenannten “Freunde” und im Grunde genommen die gesamte Verwandtschaft von Seite seiner Frau von ihm abgewandt. …und nicht nur von Ihm. Auch seinen Kindern lassen Sie die gleiche Behandlung zukommen. Das sehen diese Menschen natürlich völlig anders. Er wurde verlassen. Ansatzlos und ohne Vorwarnung. Hier geht es nicht um Schuld oder Unschuld. Das wissen wir alle ganz ohne Vorurteile. Schuld sind immer beide.
Zurück zu meinem Freund. Wir sind füreinander da. Wirkliche Freunde. Ich danke, dass ich das erleben darf, allerdings bin ich und auch viele Andere verunsichert, ob uns nicht auch das gleiche Schicksal treffen kann wie meinen Freund, für den ich dieses Tagebuch schreibe und als Hilfe und Unterstützung für andere Betroffene ins Internet setzen soll. Daher hier schon einmal eine Botschaft zwischendurch. Lasst die Beziehung nicht einschlafen. Haltet sie und auch euch interessant. Wachsamkeit wäre das falsche Wort und geht doch zu sehr in Richtung Kontrolle und Misstrauen, die eine Beziehung über kurz oder lang zerstören wird. Nein! Seit einfach aufmerksam im positiven Sinne und in Liebe. Das was ihr reinem Herzens gebt, kommt garantiert zu euch zurück.
Wir verbrachten also viele Tage und vor allem Nächte in intensiven Gesprächen am Lagerfeuer. Kein Platz für Romantik. Nur für klare Gedanken und Wahrheiten. Irgendwann kam er, kamen wir auf die Idee, ein Tagebuch über alles zu schreiben was vorgefallen war und noch vorfallen würde. Er selbst war kurz nach der Trennung auf der Suche nach Hilfe aus dem Internet. Er wollte wissen, wie andere mit solchen Schicksalsschlägen umgehen. Er hoffte tatsächlich auf eine Anleitung, um den Weg aus dieser Krise hinauszufinden. Er wollte schlichtweg überleben. Er hoffte auf Antworten, die ihm die Hoffnung zurückgeben konnten. Vergeblich! Nun möchte er versuchen, anderen Betroffenen Antworten zu geben. Dabei ist es wohl egal, ob dieses Tagebuch Frauen oder Männer lesen. Beiden tut diese Trennung gleich weh. Beide gehen einen ähnlichen Weg. Gehen vielleicht anders damit um, fühlen aber das gleiche Leid, den Schmerz, die Trauer, den Verlust. - Hoffnungslosigkeit.
Ich habe lange gezögert und war mit mir am hadern, ob ich dieses Tagebuch (wenn auch nur auszugweise) online stellen soll. Am Ende siegte jedoch die Erkenntnis, dass dies ein Weg und ein Hoffnungsschimmer für andere Betroffene sein kann, sich nicht aufzugeben. Ihr seit also keineswegs allein! Im Gegenteil. So viele, die euer Schicksal teilen. Sicherlich geht jeder anders damit um.
Nun geht es online. Ich schreibe aus Sicht meines Freundes und nach seinen Schilderungen.
Es gibt keine Anleitung und keinen sicheren Weg, um aus dieser Krise hinauszufinden. Auch wenn einem das findige “Internet Psychologen” dies Glauben machen wollen. Dafür sind Menschen zu individuell.
Mein Freund ganz unten. Tiefer ging es nicht. Und auch er hat es geschafft. Nicht aufgegeben. Ist seinem Schatten und sich selbst begegnet. Hat aber fast wieder zu alter Stärke zurückgefunden. In vielerlei Hinsicht hat er vielleicht sogar noch an Stärken hinzugewonnen.
Was er nun nach über 9 Monaten sagen kann? Er hat viel gelernt. Über sich, seine Ex, seine Kinder, über Täuschungen und Enttäuschungen und über das Leben. Die Unterschiede zwischen Betrug und Verrat. Und wie wichtig Freunde sind.
Aber eines vielleicht noch vorweg. Die Zeit ist zunächst tatsächlich dein Feind. Nicht enden wollend. Aber irgendwann kann sie auch zu deinem Verbündeten werden. Betroffene werden es bestätigen können. Diese Erkenntnis kommt aber erst nach und nach.
…und um noch etwas vorweg zu nehmen. Auch nach 9 Monaten der Trennung tut es ihm noch weh. Er ist weiterhin verwundbar und empfindlich. Das Herz ist noch nicht verheilt. Und doch ist es ein Riesen Unterschied zu den ersten Tagen, Wochen und Monaten nach der Trennung. Nach solch einer langen Zeit in einer Beziehung muss man wohl einplanen, dass es einem nicht so ohne weiteres nach wenigen Wochen oder Monaten wieder gut geht.
Es ist durchaus möglich, dass ich bzw. dass wir zwischendurch noch etwas am Tagebuch ergänzen oder ändern, damit es für die Leser schlüssiger wird. Bei der vielen Schreiberei wird man irgendwann “blind” und schreibt evtl. emotional und zusammenhangslos. Das fällt einem aber meistens erst später auf.
Nun aber los ohne weitere Umschweife. Viel “Spaß” beim Lesen und Verstehen.
Alles begann am 05.04.2011 während ich bei meiner Arbeit war
…und glaubt es mir. Irgendwie war an diesem Tag etwas anders. Es geschah zwar ohne jegliche Vorwarnung und doch wusste ich, dass dieser Tag mein Leben verändern sollte. Aber beginnen wir in der Vergangenheit.
Der Einfachheit halber nennen wir doch die beiden Hauptdarsteller T. und Hässlon. Hässlon bedarf der Erläuterung. Sicherlich läge es nah, dass ich diesen Begriff für den Mann wählte, der mich meiner Frau und unserer gemeinsamen Zukunft beraubte. Die Kinder Ihrer Mutter (auch wenn sie etwas anders behauptet). Aber auch wenn es mir meine “Noch Frau” nicht glauben wird und ich allen Grund gehabt hätte: Dieser Begriff wurde von I., meiner wunderschönen Tochter geprägt. In der Sprache der Jugendlichen bedeutet “Hässlon” schlicht und einfach hässlich oder nicht gut aussehend, um es milde auszudrücken. Ich habe es auch sogleich gegoogelt. Hier nun die präzise Erläuterung: Ein "Hässlon" ist eine äußerst hässliche, männliche Person. Die weibliche Form heißt "Hässlette".
Sicherlich macht es den Anschein, als sei ich über alles was nun folgt hinweg. Weit gefehlt. Ich habe am 15.04.2011 angefangen, dass Tagebuch zu schreiben. Ich wusste einfach nicht wohin mit meinen Gedanken. Konnte es meiner Frau weder schreiben noch sagen. Sie war nicht nur meine Frau, meine Geliebte und Vertraute, sondern auch mein bester Freund. Ich begann einfach zu schreiben und zu schreiben. Oft ging es mir danach besser, manchmal schlechter. Und doch hat es eine befreiende Wirkung. Ich wechsle oft in den Zeiten, den Anreden, gerade so, wie es mir gefällt. Ich fand es beim späteren Nachlesen sogar interessant und in manchen Passagen auch witzig. Bitte stört euch nicht an der Zeichensetzung oder manch einem falschen Wort. Wichtiger war es für mich meine Gedanken spontan zu formulieren und daher weniger auf die Rechtschreibung zu achten. Mein Sohn N. brachte mich auf die Idee einen Blog zu schreiben. Aus dem Blog wird ein Tagebuch. Ich werde es eventuell online stellen. So viel, wie ich selbst in den letzten Wochen gelesen habe, dachte ich, dass meine Gedanken und mein Weg durch die Hölle auch für andere Betroffene interessant oder vielleicht sogar eine Hilfe sein können. Dabei ist es egal, ob es Frauen oder Männer lesen. Und wenn ich an mancher Stelle auch die Frauenwelt „verfluche“ so gilt es natürlich in gleichem Maße auch für die Männer. Denn sie stehen den Frauen in puncto Kaltschnäutzigkeit bestimmt in nichts nach.
Ich schreibe also schon länger und heute Abend möchte ich mit dem Schreiben dieses Tagebuches beginnen. Ganz kurz nun zu unserer bzw. meiner Familie. Da sind T. und ich. Dann die Kinder N. (ein Junge von 18 Jahren), meine Töchter I. (16 Jahre und M. (10 Jahre). Ich kenne meine Frau bereits seit Ende 1988. Im Dezember kamen wir zusammen. 1992 haben wir geheiratet. Ich will es wirklich kurz machen und lasse daher vieles weg. Vieles wird auch in den verschiedenen Tagebucheinträgen erwähnt und erklärt sich später von selbst. Nur soviel. Wir haben sehr viel zusammen erreicht. Sind erfolgreich, haben keine finanziellen Probleme, sind gesund, Pferde, gemeinsame Hobbies und Interessen, tolle Kinder… und ich dachte bis zum 05.04.2011, meine Frau wäre mit mir glücklich. Ich Vollidiot! Was wir in den letzten Monaten nicht alles zusammen geschaffen und auch einfach zusammen unternommen hatten.
Mein Vater sagte in den letzten 3 Wochen unserer Beziehung zu uns: „Wie ein junges Pärchen“. So verliebt und Händchen haltend, gekuschelt und geküsst. So fühlte ich es auch und T. strahlte es zurück. Alles lief bestens (so dachte ich). Im Dezember kauften wir ein zweites Haus, dass wir zu einem wunderschönen und besonderen Ferienhaus ausbauten, welches von vornherein gut gebucht wird. Wohl mein Verdienst, da ich bei uns für Marketing und Umsetzung verantwortlich bin. Hätte ich nur geahnt, dass mein Frau schon bei der Vertragunterzeichnung beim Notar Skrupel haben würde, wie sie mir nachdem Schluss war mitgeteilt hat.
Sie fragte sich im Groben und Ganzen, ob das richtig ist, ob oder wie sehr sie mich noch liebt und ob es eine gemeinsame Zukunft geben wird. Das sagte sie mir aber leider erst im April, nachdem Schluss war. Gegenüber meiner Tochter I. gab sie auch an, dass Sie mir tatsächlich keine Warnung etc. im Vorfeld hat zukommen lassen. Ach ja. Und sie sagte, sie sei auch nicht unglücklich mit mir gewesen. Nur das Gefühl und die unterschiedlichen Interessen. Stimmt aber auch nicht. Sie kam gar erst durch mich zu diesen Interessen, in denen ich Volldepp sie auch noch unterstützt habe. Ein klassischer Fall von: Es ging ihr einfach zu gut. Natürlich hört sich das sehr subjektiv geprägt an. Typisch männlich könnte man jetzt denken. Aber auf diesen Gedanken kam ich erst durch nahe, gemeinsame Freunde und Bekannte, die uns schon ewig kennen. Und auch der Psychologe mit dem ich sprach ging mit seiner Vermutung gleich in die Richtung, nachdem er mich zuvor einiges gefragt hat. Er sprach von dem Wunsch nach Zerstörung, wenn es einem zu gut geht, dem Wunsch nach völliger Veränderung, wenn man keine Reize mir spürt. Er sprach von einer Mitlife Crise bei meiner Frau. Wenn ich doch nur sicher sein könnte? Dann wüsste ich bereits jetzt, dass diese Krise auch wieder vorbeigeht und ich Hoffnung auf eine Rückkehr von T. haben könnte.
Und dass beste waren an dem 05.04.2011 die ca. 5 Mails, die Sie mir zur Arbeit schickte, von denen jede einzelne eine Folter für mich war. - ohne Vorwarnung. Von nun an wurde alles anders. Eiskalt! Hatte ich doch zunächst auf Grund der Formulierungen angenommen, Sie, Ihre oder meine Eltern seien schwer erkrankt. Hätte ich doch damals schon geahnt, dass es nur der Beginn einer wochen- nein, monatelangen Folter werden sollte. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wie gesagt, geriet ich durch die ersten Mails in pure Panik. Sie waren nicht konkret aber enthielten immer mehr Anspielungen. Sie wollte mich zum Sprechen in der Mittagspause treffen. Ich flehte sie schon fast an mir zu sagen was los ist. So konnte ich nicht bei der Arbeit bleiben. Ich fuhr mittags nach Hause und las die letzte an mich gesendete Email, deren Text wie folgt lautete: …ich will mit ihm Zusammensein. Gemeint war Hässlon. Ich hätte ausrasten können, tat es aber zunächst nicht. Ich tat das Gleiche, wie sie vor ca. 7 Jahren. Damals hatte ich auch ein Verhältnis und meine Frau erfuhr davon. Ich sagte es ihr nachdem sie fragte. Ich ging zu den Kindern und klärte sie darüber auf. Sie machte die Welle, warum ich das tun würde.
Ich erzählte Ihr, das sie es ebenfalls so gehandhabt hatte seinerzeit. Und damit kommen wir gleich zu einem wichtigen Knackpunkt unserer Beziehung. Alles bzw. fast alles was die Gute macht, sagt oder tut ist bzw. muss richtig sein. So denkt sie jedenfalls. Kritik sinnlos. Selbstkritik für sie ein unbekanntes Wort. Eben eine Löwin. Dann war es schon so weit und ich warf sie raus. Hat sie damals auch so mit mir gemacht. Durch die emotionale Atmosphäre kann ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Auf jeden Fall nahm ich eine Stapel Wäsche und warf in hinaus. Meinen Lieblingsschmuck (einige schöne Ketten und Ringe) zerriss ich draußen vor Ihren Augen und warf es in die Hofeinfahrt oder vor Ihre Füße. Dann war sie auch schon weg, denke ich. Ob sie dann gleich erstmal zu Hässlon oder zum (wie sich noch später rausstellt) charakterlosen Dreckspack Schwager und Schwägerin gefahren ist, entzieht sich meiner Kenntnis. So auch die darauf folgenden 48 Stunden. Die verbrachte ich zusammen mit meinen Freunden Jack und Cola in meinem Büro zu hause. Tag und Nacht. Nebenbei alles was ich an Schmerzmitteln, wie Tramadol, Tilidin und Antidepressiva so in mich reinbringen konnte. Ich glaube die Kinder waren da. Bestimmt auch Bekannte und Freunde. Ich weiß es einfach nur noch stichpunktartig. Von Sterben wollen und Selbstmordgedanken noch „meilenweit“ entfernt. Ist das so? Ich weiß es nicht. Ich stand unter Schock. Wohin war meine T., wohin die 22 Jahre?
Am 08.04.2011 war es aber dann soweit. Habe ganz viel in Google gelesen über verschiedene Varianten des Suizid. Wollte nicht zu denen gehören, die im letzten Moment gefunden werden. Wollte sicher sein. Zwischenzeitlich war ich noch bei meiner Hausärztin und habe sie um Hilfe gebeten. Ich konnte einfach nicht mehr. Selbst im Warteraum musste ich die Tränen unterdrücken. Und das mir. Ich bin ein gestandener großer Mann. Ein Beschützertyp. Was man mir aber nicht ansieht ist meine Sensibilität, mein Gefühl und meine große Liebe zu T. Nicht wegen eines geplanten Suizids sondern um ein Mittel, dass mich endlich mal wieder schlafen lässt und die Gedanken beruhigt habe ich gebeten. Ich hatte mittlerweile vielleicht mal 3 Stunden geschlafen und ungefähr schon 6 Kilo verloren. An Essen war nicht zu denken und war mir auch egal. Das Mittel wirkte nicht. Daher nahm ich dann einfach alle zwanzig. Nebenwirkung sollten veränderte Wahrnehmung und Aussetzer sein. Ich nahm also diese und noch etwas anderes. Alkohol war gar nicht mehr nötig.
Ich lies mir ein warmes Bad ein, nahm mir meinen Rasierer und legte in aller Seelenruhe die Rasierklingen frei. Verdammt, selbst dabei habe ich mich schon geschnitten. In den Zeigefinger. Das gab mir einen ersten Vorgeschmack auf das was noch käme. In dem Augenblick fand ich es sogar eher lustig. Vorsichtshalber nahm ich zwei der Rasierklingen mit, ausreichend Zigaretten und einen Aschenbecher. T. würde es hassen, wenn ich im Badezimmer rauche. Jetzt erst recht.
Nach zwei gerauchten Zigaretten war ich mental soweit. Ich wollte endlich den Schmerz loswerden. Den Schmerz über den Verlust der Frau, die ich über alles liebte. Der ich bedingungslos vertraut habe, mit der ich alt werden wollte, die ich jederzeit erneut geheiratet hätte. Und ich Napf dachte, es würde ihr genauso gehen.
Habe also viel im Vorfeld über das Durchschneiden der Pulsadern gelesen. Und wer nun denkt, dies sein einfach der täuscht. Sie werden längst durchtrennt und liegen tief. Du kannst ganz schnell aus Versehen auch nur eine Sehne durchtrennen. Also legte ich die ca. 4 bis 5 Zentimeter lange Klinge exakt auf die Stelle, wo ich den Puls fühlen kann und drückte zu. Immer mehr, immer kräftiger, immer tiefer. Und da kamen auch schon die ersten Tropfen. Ich wollte keine große Sauerei, daher machte ich unter Wasser weiter. Dann machte ich das gleiche mit der rechten Hand. Im Grunde genommen waren nun auf beiden Seiten nur noch 2 kurze Kraftanstrengungen notwendig. Dann hörte ich Geräusche aus dem Flur. Die beiden Großen waren zurück. Was nun? War es schon so spät? Sie fragten, was ich mache. Ich fand meine Stimme schwach und brüchig. Ich sagte, dass ich bade. Ob ich bald herauskommen würde? Ich beantwortete die Frage mit ja. Welche Chance hatte ich nun noch? Keine!!! Und dabei wollte gerade ich einen erfolgreichen Suizid hinlegen. Wollte nicht meine Ex zwingen durch den Versuch zurückzukommen. Kann man zum Druck nicht bringen. Den Verlust von Ihr erhöhen? Ja!!! Ihr sinnbildlich wehtun und die Verantwortung zuschieben??? Ja. Nach all dem, ja!!!
Völlig verschmiert ging ich ins Wohnzimmer. Dort wartete meines Erachtens noch N. Und meine Malutensilien. Ich hatte schon tagelang überlegt, wie ich die Situation bzw. die Trennung in ein Bild einfangen konnte. Nun hatte ich die passende Idee. Ich wählte mir einen sehr schönen pastellfarbenen Hintergrund. Dazu passen nahm ich mein Blut. Dann fielen mir noch Würmer ein. Also schnell noch mit drauf aufs Bild.
Eine Nacht später (da war ich dann schon in der geschlossenen von Fontheim) fiel mir auch der Name des Kunstwerkes, dieser einmaligen Schöpfung ein. Einfach nur “Bloddy Birthday”. Irgendwie sehr passend.
Am Abend hat mich dann noch meine Tochter auf eine Party begleitet und auch zurück nach Hause gebracht. Die beste Tochter der Welt. Von der Party habe ich nicht viel mitbekommen. Alkohol war nicht nötig. Die Tabletten wirkten. Habe wohl Aufsehen erregt. Nach der Party zu hause angekommen, hat dann meine Tochter bei mir Wache gehalten. Bin auf dem Sofa eingeschlafen und quer im Bett liegend wachgeworden. Im Wohnzimmer lag ein Brief meiner Tochter, den ich nie vergessen werden und der mir Ihre Stärke zeigte. Wie sehr sie mich liebt und braucht etc. und das wir es schaffen werden. -so lieb.
Am nächsten Tag erfuhr T. (immer noch die Geliebte oder Freundin von Hässlon) vom missglückten Versuch. Machte N. Vorwürfe, warum er keinen Notarzt oder die Polizei gerufen hat. “Weil ich alles im Griff hatte, Mama: War seine Antwort. Echt cool. So was würde T. stehts anders regeln. Nicht so mein Sohn. Kommt eben nach mir. Am nächsten Tag wollte sich meine Frau dann mit mir an einem Punkt in der Nähe unseres Hauses treffen. In den Koppeln. Dieses Gespräch war sehr von Emotionen geprägt. Aber eher von meiner Seite. Ich schrie und ich weinte. Konnte und wollte die Trennung weder akzeptieren noch glauben. Zu tief war meine Liebe und mein Vertrauen in diese Frau. Ich sprach von unserer Verbundenheit, dem dicken Band unserer Liebe, unseren zusammengehörenden Herzen. Alles umsonst? Sie dachte wohl, mir sei nicht mehr anders zu helfen. Hier steht wohl gleich der zweite Suizid ins Haus. Wir ginge in ihr Auto. Ein paar Telefonate später (Schwester, Schwägerin etc.) fuhren wir dann auch schon los mit bekannten Ziel. Ich wurde immer ruhiger und habe mich ihrem Willen gebeugt. Der Film ging los. Aufnahme in Liebenburg (Nervenklinik à Geschlossene!!). Aufnahmegespräch. Neben dem Doc auch noch ein Pfleger zur Sicherheit. Man weiß ja nie. Hätte bei hart auf hart beiden den Arsch auf gerissen. Dann in die Aufnahme. Händchen haltend mit T. Ich sagte Ihr, dass mich das alles sehr an den Film “einer flog übers Kuckucksnest” erinnerte. Ich bekam langsam Panik. Seltsame Gestalten dort. Ich verpflichtete T. mündlich, dass Sie mich wieder rausholen solle, wenn sie mich lange da behalten, wegsperren und unter Drogen setzen. Flehte sie an. Man kennt das ja aus alten Filmen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Denn die Wahrheit ist schlimmer und grausamer. Stell dir eine Nervenklinik wie vor hundert Jahren vor. Nur schlimmer. So elend und ausgeliefert bist du da. Nach vielen Tränen meinerseits und Beschwörungen an meine Frau auf mich acht zu geben und dass es ja ein tolles Zeichen sei, dass ich ja “freiwillig” hier sei, ist sie gegangen. Im nachhinein kann ich denken, dass Sie beruhigt sein musste und freie Bahn hatte (Hässlon). Das würde sie jetzt sicherlich energisch bestreiten.
Aber der Film ging ja weiter.
Erst Freiwilligkeitserklärung unterschrieben. Dieser Wisch gibt nicht im geringsten wieder, was es bedeutet. Freiwillig? Das ich nicht lache. Kann man sich feiwillig jegliche Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung sowie Selbstachtung wegnehmen lassen??? Ja, man kann, wenn man unterschreibt, auch wenn es nicht so darin steht und es keiner des Personals zugeben würde. Danach dann Drogen- und Alkoholtest. Auf einer Toilette, die immer erst aufgeschlossen werden muss. Da ich seit Tagen unter akuten Schlafmangel litt, bat ich um ein Schlafmittel. Einfach nur schlafen und bitte nicht nachdenken. Das genaue Gegenteil war der Fall. Leider kein Zimmer für mich frei. Meine Krankenkasse wird sich freuen. Bin Privatpatient. Daher zunächst das Schlafmittel (oder was es wirklich war) und dann das Bett im Flur. Hell und laut.
Viele Insassen gingen vorbei. Schon fast Verfolgungswahn. Jede Menge Schizophrene unter heftigsten Drogen. Drohte einer von Ihnen zu werden. Jedenfalls wurde jeder so behandelt…. Und ich auch!
Wikipedia sagt dazu:
Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen und starke Fehlinterpretationen des normalen Erlebens bis hin zu manifesten chronischen Halluzinationen. Sie können, je nach Schwere der Erkrankung, unterschiedliche Formen annehmen.
Na danke. Dazu gehörte ich nun wirklich nicht. Ich war geschockt, allein gelassen von dem Menschen, mit dem ich alt werden wollte. Meiner lieben Frau und Mutter meiner drei Kinder.
…aber so schnell kann es gehen. - wenn man ausgetauscht wird, nichts mehr so ist wie es eben noch war - nichts mehr wert!
Konnte nicht schlafen. Mein Ruhepuls zwischen 120 bis 140. Wollte mich aufrichten, anziehen und zurück zum Pfleger, um das Problem mit dem Puls und kein Schlaf zu erläutern. Da war es glaub ich schon 03:00 Uhr. Um 22:00 Uhr ungefähr wurde ich eingeliefert von meiner Frau!!!
Nach dem Anziehen war mir so schlecht und schwindelig, dass ich mich erneut ins Bett flüchtete. Später ging es etwas besser und ich schaffte es zum Pfleger, der mich verwundert ansah. Hat er wohl nicht mit gerechnet. Ich bat erneut um ein Schlafmittel und er maß erneut meinen Puls. War wegen der 140 wohl auch etwas verwundert. Gab mir erneut eine klare bittere Substanz. Nun verlegte er mich mit meinem Bett in den Fernsehraum. Na wenigstens ruhiger und dunkler dachte ich. Weit gefehlt. Die aircondition lief permanent und wurde nur vom Anspringen der Kühlung für den Wasserautomaten und dem Quietschen und rollen meines Bettes abgelöst. An Schlafen nicht zu denken. Puls immer noch gleich hoch, Schwitzen kommt hinzu. Und eine besonders perverse Spielart als Nebenwirkung des Medikamentes oder wovon auch immer. Panikattacken!!!
So etwas hatte ich noch nie. Weiß aber nun sehr wohl, wie es sich anfühlt. Die Medikamente im Zusammenspiel mit der Ausweglosigkeit und der Aussicht einen weiteren Tag, nämlich den Sonntag in der geschlossenen Verbringen zu dürfen. Keine Therapie, kein Arzt, keine Aussicht auf Entlassung. Pure Panik!!! Immer wieder, die ganze Nacht und den Tag springt sie dich an wie ein hungriges Raubtier. Aber soviel schöne Medikamente du haben willst. Nur dass sie nicht wirken. Von den Härtefällen die dort “einsitzen” ganz zu schweigen. Ich schleppte mich ein drittes mal zum Pfleger. Nun hatte er entweder ein Einsehen oder er war einfach nur genervt. Er gab mir heftig Valium, ein bekanntes Beruhigungsmittel. Kann mich nicht mehr an viel erinnern. Weiß auch nicht, wie spät es mittlerweile war. Aber ca. um 07:00 Uhr wurde es lebhaft im Fernsehraum. Nur mit Unterhose im Bett liegend versuchte ich schnellstmöglich meine Klamotten überzuwerfen, was in Anbetracht des nächtlichen Drogencocktails gar nicht so einfach war.
Dann zu den Pflegern. Ich will den Arzt sprechen. Der ist erst um ca. 08:00 Uhr im Haus. Nehmen Sie erstmal ihre Vitamine! Frage erneut was es ist? Will nicht mitspielen. Immer noch wie im Film. Ohne Aussicht auf Rettung. Minuten werden zu Stunden. Genauso, wie schon seit dem 05.04.2011. Niemand ist in der Lage mir zu helfen. Ich nehme die Pille. Selten so bittere “Vitamine” zu mir genommen. Sie saugen auch gleich noch die restliche Spucke weg. Kein Sprechen mehr möglich. Danke Pfleger, danke System und danke auch dir T. Konntest es sicher nicht wissen. Tut man dies dem ehemals am meistens geliebten Menschen an? Während ich nun diese Zeilen lese bzw. schreibe, wird mir klar, dass zu dem Zeitpunkt auch kaum noch Gefühl für mich dagewesen sein können. Oder war sie wirklich nur so hilflos und wusste sich nicht anders zu helfen? Im späteren Verlauf habe ich die Nacht und den Vormittag folgenderweise geschildert. Und ich habe dabei nicht das Gefühl, dass ich übertreibe. Eine Frau, die durch eine Vergewaltigung traumatisiert ist, hat nichts Schlimmeres erlebt. Absoluter Kontrollverlust, ausgeliefert, dreckig, missbraucht, ohne Aussicht auf Rettung von außen oder Einsicht der Pfleger. Am schlimmsten ist, dass du irgendwann wieder klar denken kannst aber das Mund nicht das wiedergeben kann. Zum einen, weil du keinen Fatz Spucke im Mund hast. Und selbst wenn du Wasser trinkst und gurgelst nur ca. 2 Minuten fehler- und stammelfrei sprechen kannst.
Überleg dir also vorher ganz genau, was du wem sagen willst. Du hast genau eine Chance. Versaue es nicht! Das Personal nimmt dich auf Grund der anderen Insassen nicht ernst. Raus in den geschlossenen kleinen Garten darfst du auch nicht. Keinerlei Freiheit. Es lautet lapidar, dass du keinen Ausgang hast. Wenn du nachfragst, werden sie frech. Rechte? Freiwilligkeitserklärung!!! Keine Chance. Nur ein Anruf, wie bei einem Schwerverbrecher. In dem Fall mein Bruder. Ihm kann ich nun mehr vertrauen, als meiner eigenen Frau, die mich ja hierher haben wollte. Sie würde sicherlich nicht dafür sorgen, dass ich hier rauskomme. Das haben mein Bruder und ich dann auch bei der Entlassung erfahren, als sie meinen Bruder dafür angemacht hat. Vielleicht wollte sie aber auch nur davon ablenken, dass ich sie auf dem Parkplatz mit Hässlon in meinem Auto beim Knutschen erwischt habe. Später sagte sie, wie enttäuscht sie war, dass ich meinen Bruder angerufen hätte. Sie hätte mich sicher auch rausgeholt. Wer es glaubt! Später erfuhr ich, dass sowohl N. als auch R. angeboten hatten sie in die Klinik zu begleiten. Beide haben es mir gesagt. Sie hat abgelehnt. Würde es allein schaffen. Zu mir sagte sie, dass niemand sich angeboten hatte. Sie hätte es nicht allein schaffen können. Daher hat sie Hässlon gefragt. Und dann das Geknutsche. Sie hat gelogen. Und ihr wahres Gesicht gezeigt. Wer macht das schon, wenn er weiß, dass der Mann einige Meter weiter in der Geschlossenen liegt? Wo war ihr Herz? Wo ist es nun? Und trotz alle dem hatte ich noch Hoffnung. Ach und noch etwas am Rande. Nachdem ich die beiden erwischt hatte war ich geschockt. Wie gesagt der Film und die Drogen. Was ich aber weiß, war das Hässlon plötzlich nicht mehr da war. Nicht im Auto, nicht auf dem Parkplatz, nicht auf der Straße. In Luft aufgelöst das Weichei. Hat wohl von T. gehört, was ein Ehemann aus Eifersucht tun kann. Hätte ich aber nicht. War zu überrascht und zu kraftlos.
Aber egal. Ich war frei und konnte es genießen. Die Luft der Freiheit duftet wirklich anders und das war in dem Augenblick wichtig. Mein Bruder und meine Eltern haben T. die größten Vorwürfe gemacht. Nicht direkt und persönlich. Sie haben es mir gesagt und ich hielt meine Eltern davon ab, mit T. zu telefonieren. Ich wollte nicht noch mehr kaputtmachen. Blöd ne? Denn eigentlich hat ja sie schon dafür gesorgt, dass es kaputt geht. Egal. Eh nur Punkt X auf der langen Liste Ihrer Schuld gegen mich und die Kinder. Sie liegt nun immer noch bei ihm. Ich bin hier allein und einsam. Vermisse sie. Hat sie ein schlechtes Gewissen, wegen all dem was Sie getan hat? Bestimmt nicht, denn Ihr Wesenszug wird ihr sagen, dass sie alles richtig gemacht hat. Keine Selbstzweifel, keine Schuld. Und so war es schon die letzten 22 Jahre. Wird Zeit, dass ich das begreife.
So, dass muss für heute Mittwoch den 27.04.2011 und Sonntag den 15.05.2011 erstmal reichen. Hat schließlich 2,5 Stunden gedauert. Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt. Ich habe heute am 15.05.2011 mit T. gesprochen. Habe ihr gesagt bzw. gefragt, ob sie etwas dagegen hat, wenn ich das Tagebuch anonymisiert ins Internet stelle. Sie hat nichts dagegen. …wenn es dir hilft… Sie hat immer noch nicht verstanden. Vielleicht ist sie es, die endlich Hilfe braucht, um den richtigen Weg wiederzufinden. Ich weiß was ich will. Und das ist trotz allem meine Frau und die Mutter meiner Kinder. Ich war schon fast auf der anderen Seite. In diesen Momenten und später sieht man ganz klar, was man will oder eben auch nicht. Und ich möchte diese ganze und eine heile Familie zurück. Und die Frau, die mir so viel gegeben hat, der ich so viel gegeben habe. Aber nur, wenn Sie es ehrlich meint und wieder die T. ist, die wir alle so sehr lieben und vermissen.
An diesem Tag habe ich begonnen, dass Tagebuch zu schreiben…
Freitag der 15.04.2011
Hat T. wirklich Schluss gemacht oder will sie sich erst von Hässlon überzeugen, in dem Sie zusammen wohnen (Alltag kehrt ein)? Haben die drei Wochen die ich ihr gab überhaupt irgendeine Wirkung? Spielt Sie mit dem Gedanken, dass sie zurückkommen kann, wenn es mit Hässlon nicht klappt? Nach all dem was sie mir angetan hat und jeden weiteren Tag antut. Oder hofft Sie, dass ich mich innerhalb der 3 Wochen soweit beruhigt habe, dass ich mir nichts mehr antue und Sie einfach so gehen lasse?
Will ich es nicht wahr haben, dass Schluss ist? Hat sie es gesagt, und ich habe es nicht wahrgenommen? Sie sagte, dass Sie mit ihm zusammen sein will.
Sie sprach von Bauchgefühl wegen Ihrer Entscheidung. Warum Bauch? Normalerweise entscheidet T. mit dem Herzen. Warum diese Wortwahl?
Wiege ich mich in falscher Sicherheit und Sie will mich nur schonen?
Sie meldet sich überhaupt nicht. Weder tel. noch Mail. Teilt mir nicht mit, dass Sie seit (gestern?) mit Nils zusammenwohnt und Mieke weiterhin bei den Sch.
Konnte sich vielleicht denken, dass es mir I. sagt. Zeigt den Kindern aber die Wohnung. Dort liegen Dinge von Nils herum. Warum tut sie das? Warum “betrügt” sie mich jeden Tag aufs neue? Warum tut sie mir und uns das an? Weil aus ihrer Sicht Schluss ist und sie machen kann was sie will? Kann ich dann auch tun und lassen was ich will? Dann könnte ich auch wegfahren. Würde sie das verärgern? Na und? Das was Sie jeden Tag tut ist viel schlimmer. Auch wenn für Sie Schluss sein sollte, weiß Sie genau, wie sehr ich sie liebe. Und daher weiß sie auch genau, wie weh es mir tun muss. Sie kann sich außerdem bestimmt noch genau daran erinnern, wie es bei Ihr war. Warum tut sie mir das jetzt an? Kann ich mit solch einer gefühllosen Frau überhaupt mal wieder zusammen sein? Oder muss ich verstehen, dass Sie zur Zeit in einem Gewissenskonflikt ist? Warum spricht sie dann nie mit mir darüber? Hat sie andere Ansprechpartner? Sie hat ungefähr 5 Kilo abgenommen. Warum? Wegen mir? Aus Angst, dass ich mir etwas antue? Weil sie mich ganz verlieren könnte? Wegen der Kinder? Wegen der Eltern und weil sie nun woanders wohnt? Wegen der Gesamtsituation? Sie ist hart und zieht es durch. Ob Sie mit Nils über Ihre Sorgen spricht? Er muss doch auch sehen, dass es ihr schlecht geht. Er redet bestimmt mit Ihr darüber. Also geht es bestimmt eher um die Kinder und die Gesamtsituation. Vielleicht auch um die Sorge um mich. Aber um die Liebe, die sie verlieren wird wohl eher nicht. Fragen über Fragen und keine Antworten. Soll ich noch härter sein als Sie? Hasskappe tut gut, vertreibt aber die Liebe. Und ich will Sie lieben. Soll ich damit aufhören aus Selbstschutz? Und weil sie bereit ist, mir das anzutun? Was bringt es, wenn Sie uns beiden eh keine Chance mehr gibt? Ist das so? Ich weiß es halt nicht. Ich kann auch niemanden fragen. Und mit Logik komme ich bei Gefühlen nicht weiter. Manchmal denke ich, dass alle viel mehr wissen als ich. Nur traut sich keiner, mir die grausame Wahrheit mitzuteilen, aus Angst ich könnte mir wieder etwas antun. Ob T. die Kinder instruiert hat, mir diese Tatsache zu verheimlichen? Nun zweifel ich schon an meinen Kindern. Aber ich schreibe sehr einseitig. Die Gefühle. Ein auf und ab. Noch gestern dachte ich zu spüren, wie sehr sie kämpft. Sie wärmte mein Herz. Der Blick in die Augen. Die Umarmung. Und heute? Heute erfahre ich, dass Sie zusammenwohnen. Ich habe T. heute umarmt, wollte sehen, wie lange sie mich gewähren lässt. Es war nicht sehr lange. Dann gab sie mir einen Kuss auf die Wange. Annäherung? Liebesbekenntnis? Schließlich habe ich vorgestern noch eine Umarmung abgelehnt. Ihr gezeigt, dass sie mich anekelt. Was bedeutet also heute ein Kuss auf die Wange? Hat sie sich vielleicht einfach nur nicht getraut, mich auf den Mund zu küssen, weil sich dachte und damit rechnen musste, dass ich das nicht will und es ablehne? Weil es Unsicherheit bei T.? Oder einfach nur Sympathie, ein Freundschaftsangebot oder war das ein Zeichen, dass viel mehr zu bedeuten hat? Ich will nicht Ts. Freundschaft. Ganz oder gar nicht. Nur die Liebe. Nach allem was wir zusammen erlebt haben in 22 Jahren und der vielen positiven Dinge bitte keine Freundschaft. Vielleicht will sie auch nur einen Rosenkrieg um die Kinder, dass Haus und das Geschäft vermeiden. Es soll einfach nicht dreckig werden. Es wäre besser, wenn Sie oder jemand anderes offen zu mir reden würde.
Die Kinder erzählen mir nicht viel. Warum? Weil sie fest davon ausgehen, dass T. wieder herkommt? Oder wissen sie mehr und haben sich mit der Tatsache der Trennung bereits abgefunden? Ich weiß es einfach nicht. Andererseits erzählt sie ihnen nicht viel. Vielleicht auch um sie zu schützen. So wie I. sagt, lächelt sie eher auf Fragen der Kinder, als das sie ihnen etwas sagt. Die Kinder sind in den letzten Wochen viel reifer geworden. Soll ich sagen leider?
Aber vielleicht haben sie mittlerweile ein gutes Gespür dafür, worum es T. geht. Will sie eher wieder zurückkommen in den nächsten Wochen oder eher nicht?
Jeden Tag ein anderes Gefühl. Und dann die Nächte und das Wissen, dass Sie bei ihm liegt. Auch Ihre Eltern sagen nichts. Was wissen sie? Was verschweigen Sie mir? Haben alle Angst vor mir. Vielleicht sollte ich ein paar Tage verschwinden…
Erwartet Sie das ich kämpfe? Kämpfen bedeutet Annäherung und Kontakt. Wenn Sie Schluss gemacht hat, will sie keinen Kontakt. Das nervt sie dann nur oder sie macht sich Sorgen. Also was will Sie? Das es mir und den Kindern gut geht, ich mir nichts antue, sie beruhigt sein kann und mit Nils glücklich werden kann?
Habe gerade ihre letzten Mails gelesen. Vom 07., 08. Und 09.04. Also Donnerstag, Freitag und Samstag letzte Woche. Schluss hat sie am 05.04.2011 gemacht. Das war der Dienstag. Eigentlich war die Botschaft eindeutig. Es ist Schluss und das ohne Hintertürchen. OK. Gecheckt.
Sie will es so und übernimmt auch die volle Verantwortung. Es tut ihr alles furchtbar leid. Sie versteht mich und meine Gefühle gut. Kennt es ja selbst. OK, Bauchentscheidung. Das Gefühl für mich ist sehr viel weniger geworden und Niclas sagt, dass Sie mich halt nicht mehr so vermisst wie noch früher. Schon noch vermisst aber nicht so.
Dann muss sie jetzt durch die ganz harte Schule gehen finde ich.
Habe mich übrigens heute mit den Schwiegereltern unterhalten. Mich sogar für mein Verhalten entschuldigt. Und was tut sie die “Königin“? Von oben herab und wieder mal uneinsichtig. Dabei dachte ich als 22 jähriger Schwiegersohn hätte sich auch etwas zwischen uns aufgebaut. Nein. Tochter ist wichtiger, ich wieder mal der unverstandene Dritte.
Überlege gerade, ob T. diese Zeilen irgendwann liest. Wird es wohl auch alles nicht verstehen, wenn Sie zu sehr nach Ihrer Mutter kommt. Das wird Nils in ca. 22 Jahren dann auch feststellen dürfen. Dann ist er 66 Jahre alt. Mal sehen, welchen Schnitt er dann als frisch gefeuerter noch bei den Frauen hat. T. wird dann sicherlich ihren letzten Lebensabschnittsgefährten im Netz haben und nach mir die Sinnflut. Müsst Ihr doch alle verstehen. Und St. hat sich nicht gemeldet. Habe ihr auf die Mailbox gesprochen. Wollte mit Ihr bei einem Kaffee über unsere Probleme sprechen. Nur über Ihre und meine. Dann eben nicht.
Bestätigung! Klein im Geist aber linkisch und neugierig bis hinten gegen.
Tja, mir fehlt die Erfahrung. Was macht man als frisch getrennter nach 22 Ehe? Kommt einem vor wie 22 Jahre Knast und frisch entlassen. Mann hat nicht mitbekommen, wie sich die Welt dort draußen verändert hat. Dabei war ich doch wirklich Teil von Ihr. Nur auf einer völlig anderen Basis.
Soll ich mich wirklich wieder dem Markt zur Verfügung stellen?
Nicht einfach mit 44 Jahren. Aber ich bin ja eh anders als andere. Habe aber keine Lust und schon gar keinen Antrieb. Mir käme es wie Betrug vor. Für mich ist die Liebe ja noch da. Ist dann wohl ein unschlagbarer Beweis, dass die Liebe bei T. vor 7 Wochen nicht mehr da war.
Aber wie war es dann bei den vier anderen Seitensprüngen von Ihr?
Wenn ich das so lese, dann denke ich, Du kannst mich mal. Hast mich immer wieder verarscht und es irgendwie schön geredet. Schuld war dann wohl immer ich. Und du? Ich vergaß. Kannst ja keine Selbstkritik an dir üben und ertragen. Ich sollte mich mit dem Gedanken vertraut machen, dass du es einfach nicht wert bist. Leider hat es 22 Jahre gedauert. Insofern hast du mich um viele Jahre betrogen. Das beste an uns sind die Kinder. Gut in diesen Fall, dass ich viel Einfluss auf sie ausüben konnte. Was wäre sonst nur aus ihnen geworden? Menschen wie du und deine Familie?
Wie furchtbar.
Dabei fällt mir die kleine Annem. ein. Du wolltest mit Hässlon und M. in ein eigenes Haus. Zusammenziehen. Du bist unsensibel und gemein. Hast du eigentlich gar keine Anstand? Und niemand der hohen Herren aus dem erlauchten Verwandtenkreis schreit auf und sagt, dass das ja nun völlig unpassend wäre und viel zu schnell geht. Mich wundert meine Ruhe dabei. Sehr schwer, dies zu ertragen. So entstehen Rosenkriege und du fängst an. Tja, bin eben schon ein ganz besonders Guter. Noch bleibe ich ruhig. Aber sei gewarnt und übertreibe es nicht.
Oder denkst du nur an dich und wolltest wenigstens etwas vertrautes bei dir haben? Wieder mal nur an dich gedacht? Fremder Mann, fremdes Haus. Nichts gewohntes außer M.. Und M. Dafür liebe ich sie. Sie bleibt bei den Schn. Zwar nicht toll aber viel besser. Wir überlegen M. über Ostern zu uns zu holen. N. und ich sind uns schon einig. Warum eigentlich nur für Ostern? Und da du mit uns allen soviel Scheiße baust, stehen wir nun noch enger beieinander. Das ist auch schön. Die Kinder lieben dich sehr. Aber du stehst draußen. Eigentlich fies aber du wolltest es ja so haben. Über Leichen gegangen….
Nun will ich eigentlich gar nicht schlecht über die Mutter meiner Kinder sprechen. Sie sind Spitze geraten. Auch dein Werk. Die gesunde Mischung. Aber: Gut, dass sich viele meiner Gene durchgesetzt haben.
Tja und nun habe ich die Antworten. Es ist Schluss. Das Ultimatum ist ein Lacher. Du hättest so lange Ruhe vor mir und könntest mir dann definitiv sagen, dass es sich erledigt hat. Eben doch ein Weg des geringsten Widerstandes. - dann tut sich E. auch nichts mehr an. Wenn du wüsstest, dass E. das jetzt schon weiß. Aber warte du ruhig noch ein paar Wochen. Tja, und dein Gewichtsverlust und deine traurige und gehetzte Miene. Das Haus, die Kinder, die Eltern. So sieht es aus. Aber wer weiß? Vielleicht klagst du uns ja raus, weil du mit Nils und wem auch sonst noch (seine Töchter) hier einziehen möchtest.
Dann ziehen halt die Kinder und ich zusammen. Keine Schmerzen. Wollen eh nach Neuseeland auswandern...
Das tat ja schon mal gut, dir das alles zu schreiben. Mit so viel Erkenntnis und Wahrheit hast du wohl nicht gerechnet? Und wir waren so lieb zu dir. Haben Bäder genommen, geräuchert, Schutzzeichen angebracht, Rituale abgehalten und so viel an dich gedacht. Vielleicht hat das ja einen Kampf in dir bewirkt und viel Träume. Aber du bist ja taff. Nur leider sind die Pfunde geschmolzen. Nicht ein Gramm für mich. Verstehe. Das Gefühl. Wie blöd von mir.
Nun brauch ich wohl auch nichts mehr zu beschönigen. Liegst bestimmt gerade ganz kuschelig neben Hässlon und habt das Gefühl, ihr gegen den Rest der Welt. Stimmt ja auch irgendwie. Insgeheim hoffe ich ja, dass die Ehefrau von Hässlon ihm die Hölle heiß macht. Die Kinder sind wohl doch bei seiner Frau. Warum nur? Dachte die kleine Tochter wäre bei ihm und die Große wollte folgen. Sind wohl noch bei der Mutter oder bei seinen Eltern. Die wollten bestimmt genauso wenig wie M. in diese Patchworkfamilie. Was habt ihr euch nur gedacht? Das das gut gehen kann? Nur weil euch bescheuerte Freunde das im Vorfeld bescheinigt haben? Ihr Irrgeleiteten. Und diese Suppe löffelt ihr beide aus.
Was soll eigentlich werden, wenn du nach dem missglückten Feldversuch wieder zurückkommen möchtest? Unsere Kinder wollen das sicher. Ist auch OK. Aber was will ich? Ich entwickle mich ja schließlich auch weiter. Nutze hoffentlich meine neu gewonnene Freiheit voll aus und komme noch viel intensiver mit Ihnen zusammen. An dieser Stelle muss ich mich ja fast bei dir bedanken. All dies wäre ohne dich gar nicht möglich gewesen. Wir hätten aber sicherlich auch gern auf diese Erfahrung verzichtet. Du bist doch eigentlich die Erzieherin mit den besonderen Ansprüchen an Kinder und Erziehung. Was fällt dir denn nun dazu ein? Schau, was du angerichtet hast. Aber stellen wir uns erneut vor, du kommst zurück. Und dann? Vertrauen schaffen, aufbauen und festigen? Wie oft noch? Mein erster Gedanke (liegt aber schon 5 Tage zurück, nach der Nacht in Liebenburg) war, dass du mir mindestens 20 Seiten schreiben müsstest in denen du dich haarklein erklärst. Und wehe du übst keine Kritik an dir als Person, deinen Entscheidungen und den Fehlern, die du selbst in den letzten Jahren begangen hast. Damit aber nicht genug. Teil zwei wäre ein Opfer. Großzügig wie ich bin biete ich dir 2 Möglichkeiten an. Kann wohl irgendwie an meiner Nacht und dem Tag in Liebenburg liegen. Schieben wir es einfach auf die Drogen. Schuldigen gefunden. Prima. Kennst du irgendwoher, ne?
Und liegst du noch schön bequem oder seit ihr schon weitergekommen?
Bleib schön liegen. Ist jetzt echt besser.
Also: Entweder du schneidest dir die Fingerkuppe des kleinen Finger ab (ohne Betäubung und selbst) oder du lässt dich für eine Nacht + Vormittag ohne Geld fürs telefonieren in die Geschlossene einweisen.
Jetzt fällt es mir ein. Du sagtest ja, dass du mich nicht mehr so recht vermisst. So war es dann wohl auch in Liebenburg, als du mich einweisen lassen hast. Ach ja. Und am nächsten Tag brauchtest du Unterstützung von Hässlon, der dich bringen sollte, weil du das nicht allein durchstehen konntest. Du hast mich doch auch hingebracht. Welche Unterstützung von wem hatte ich denn in der Geschlossenen? Und ich könnte wirklich wetten, dass N. dir angeboten hat dich zu begleiten. Du sagtest, dass hätte er nicht. Du lügst und betrügst wirklich viel. Und dann wagst du es mir Bibelsprüche über Menschen die nur in die Sonne treten brauchen an den Kopf zu werfen? Nicht nur verlogen sondern auch scheinheilig. Ob Hässlon das weiß, wie du dich entwickelt hast? Für mich wirst du gerade immer mehr zu Fremden. Und das ist auch gut so. Das betäubt den Schmerz und öffnet die Augen.
Tja, T.. Was soll ich dir sagen? Der Name T. hatte für mich immer eine besondere Bedeutung, einen besonderen Klang. Stand ja auch ein ganz besonderer Mensch dahinter. Also habe ich diesen Namen immer mit meiner großen und endlosen Liebe in Verbindung gebracht. Große Worte. Tiefer Fall. Das lässt sich aber nun nicht mehr ändern. Getäuscht, verarscht und verraten. Da steh ich jetzt. Und neben mir die Kinder. Sagte deine Schwester nicht etwas von Trümmerhaufen, die es neu aufzubauen gilt? Wir werden das für unseren Fall tun. Was du tun musst? Frag deine “Freunde” und lieben Verwandten. Sie trugen deine Entscheidung oder brachten dich vielleicht auch erst dazu den “Mut” aufzubringen. War das wirklich Mut? Du wirst es so sehen, da du ja immerhin ca. ein Jahr heimlich gekämpft hast. Eben heimlich. Kein Wort zu mir. Schade. Hatte nie wirklich ne Chance. Ja, du wurdest von allem wirklich völlig überrumpelt. So plötzlich. Und dann gleich Liebe.
Und es steht dir immer wenn ich dich sehe ins Gesicht geschrieben, wie sehr du leidest. Schauspieler. Ich lasse dich nicht leiden. Warum auch? Für mich musst du nur dann und auch nur zweimal leiden, wenn du wieder zurückkommen willst. Mit dieser Lösung kann ich gut leben. Das ist übertrieben? Ich weiß es nicht. Ich schreibe ja schließlich auch gerade aus Leid heraus. Das macht es also nicht einfacher.
Hörst du überhaupt noch zu oder vögelt Ihr schon? Und ich stelle Nacht für Nacht eine Kerze ins Fenster, dass du uns im Dunkel findest. Ich Vollarsch und sentimentaler Vollidiot. Tja, der Sex. Er war toll bei uns. Werde das jetzt nicht vertiefen. Vielleicht lesen die Kinder diesen Brief, den ich nie abschicken werde. Ich werde ihn mir auf jeden Fall erneut durchlesen und bestimmt auch ergänzen. Bin jetzt schon gespannt, wie ich Morgen drauf bin und wie ich mein Geschriebenes beurteile. Bis jetzt war ich jeden Tag anders drauf. Und ich habe jeden Tag so gelebt, wie er war. Und das war auch gut so. Und du? Ach ich frag lieber nicht.
Bei mir waren die ersten 7 Tage nur traurig. Bei Tag und bei Nacht. Schlafen und Essen war nicht. Daher also 24 Stunden pro Tag denken. Ist ne Folter. Nach der Entlassung war ich so dankbar und es tat sich einen Tag später etwas bei mir. Freiheit!!!!!! Mein morgendliches Gespräch mit Gott. Es tat sooo gut und hat mir sofort den Schmerz genommen. War den Tag wie auf Droge (Spätfolgen Liebenburg???). Die nächsten Tage dann ein auf und ab der Gefühle. Völlig unberechenbar wie der Tag läuft.
Möchte dir gegenüber nicht schauspielern. Tue es aber doch, damit du mir meine Trauer und Enttäuschung über dich und die Situation nicht anmerkst. Ja, wie fühlt man sich, wenn man jeden Tag betrogen wird? Kein Wort der Erklärung. Dumm gehalten. Und du meinst, du kannst einfach so zurückkommen? Weißt du eigentlich, was ich für ein toller Typ bin? Bin ich vielleicht auch noch doof oder hörig? Ich bin mehr wert und habe mehr verdient. Also schiebe ich den Gedanken nun erstmal beiseite. Zu gegebener Zeit werde ich mal darüber nachdenken.
Macht Ihr zwei am besten erstmal so weiter. Ist ja irgendwie auch wie Kino. Für mich jedenfalls. Tja, wie stehen die Chancen auf Glück für euch beide? Die Erfahrung zeigt, dass die Chancen nicht besonders gut stehen. Beziehung gehen in die Brüche. Menschen verändern sich. Ihr kennt euch noch nicht lang. Mundgeruch, Körperhygiene, Schnarchen, schlechte Manieren und Angewohnheiten, Wutausbrüche, kollärische Anfälle. Fallen gibt es viele. Und nun habt ihr beide mehr oder weniger die Katze im Sack gekauft. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Aber das wünsche ich euch beiden nach dem allem nun wirklich nicht. Gut Ihr seit älter, gesetzter und wisst nun wohl was ihr wollt. Das erhöht natürlich die Chancen. Wenn da nicht noch die Klitze Kleinigkeit von 2 verlassenen Eheleuten und insgesamt 5 Kindern wäre. Aber ihr macht das schon. Habt doch bestimmt einen Masterplan, oder? Habt ihr nicht?
Ui, dann wird es nicht leicht. Muss dein Lover eigentlich auch Unterhalt zahlen? Das macht es nicht leichter. Muss immer lange arbeiten. Ich ja nicht so.
Tja, ihr beiden Ehebrecher. Nun geht es mir besser. Es kribbelt ja, den Brief doch zu versenden. Vielleicht auch nur an deine Frau Hässlon. Die lacht doch auch gerne, oder? Könnte ein Bestseller werden. Fortsetzung folgt auch bestimmt. Und was macht ihr jetzt noch? Einfach weiter?
Ich für meinen Fall, werde in dieser Nacht hoffentlich nicht mehr traurig sein. Ich sehe es als großes Kino. Und es passiert jeden Tag etwas besonderes. Bisher war es ja so. An Dramaturgie nicht zu überbieten.
Also gebt euch weiterhin viel Mühe, denn in spätestens einigen Wochen ist auch bei euch der Lack ab. Bin schon jetzt auf die Ausreden gespannt, die dann kommen. Vielleicht aber gesteht ihr euch beiden auch gar nicht ein, einen Fehler gemacht zu haben. Zu schnell, zu extrem? Wäre ja ne Schande. Und dann? Aushalten? Oder heimlich trennen und jeder geht seiner Wege - es war sehr schön -? Alles zerstört aber egal. Ach ja, und dann natürlich nicht zu den Exen zurück. Passt ja auch irgendwie nicht mehr. Und wie sollten die beiden das auch verstehen oder verzeihen.? Schade auch, wenn die Verlassenen ihr Leben neu organisiert haben und wieder festen Boden unter den Füssen haben. Ob ihr dann noch Platz in deren Leben habt?
Nun muss für diese Nacht aber auch erstmal Schuss sein. Freue mich schon auf Morgen. Werde vorsichtshalber trotzdem eine Tablette fürs Schlafen einwerfen, damit ich von euch verschont bleibe. Nicht vor, nicht während und auch nicht nach dem Schlafen stören, wenn ich bitten darf.
Was wohl Hässlons Frau gerade macht? Sie tut mir auch leid. Brüder bzw. Schwestern im Geiste und im Leid. Ich kenne dich nicht. Ist auch nicht wichtig.
Dir wünsche ich eine gute Nacht. Und grüble nicht zuviel....
Fortsetzung folgt.....